10.06.2011
Holzforschung Austria eröffnet Forschungshaus
Wissenschaftler nehmen das Wohnen unter die Lupe.
Was beeinflusst das Wohnklima in einem Haus?
Welche Faktoren tragen zum gesunden und energieeffizienten Wohnen bei?  Diese Fragen sollen demnächst im Forschungshaus untersucht werden, das am 09. Juni 2011 in Stetten bei Korneuburg eröffnet wurde. Vier Jahre lang testet die Holzforschung Austria, wie unterschiedliche Baumaterialien die Energieeffizienz von Gebäuden und das Wohnklima im Haus beeinflussen.

GRIFFNER als Partner.
„Wir waren beim Bau des Forschungshaus maßgeblich beteiligt, weil wir überzeugt davon sind, dass wir die Forschung weiter treiben müssen, um eine lebenswerte Zukunft sicher zu stellen“, sagt Thomas Lenzinger. „Das Forschungshaus zeigt, was in Zukunft technisch möglich ist, um gesund, energieeffizient und nachhaltig zu leben“.

Energieeffizienz erforschen.
Das 10,7 mal 8,7 Meter große Gebäude ist das erste umfassende Forschungsprojekt der „Holzforschung Austria“ zu „Energy Efficiency“, also zur Erforschung von Energieeffizienz. Es hat ein Volumen von 759.000 Euro und wird vom österreichischen Wirtschaftsministerium, dem Verkehrsministerium und der Technologieagentur Wien gefördert. Um möglichst genaue Messungen durchführen zu können, wurden die Innenräume thermisch entkoppelt, das Untergeschoss kann hermetisch vom Obergeschoss getrennt werden. Über 200 Messfühler messen die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit.

Wechselnde Wände dank modularer Holzbauweise.
Das zweistöckige Gebäude ist in modularer Holzbauweise errichtet. Derzeit sind Elemente in Holzriegel und Holzmassivbauweise verbaut. Als Dämmmaterial wurde Steinwolle und Zellulose verwendet. Bis zum Ende des Projekts im Jahr 2014 sollen unterschiedliche Wandaufbauten zum Einsatz kommen. So kann untersucht werden, wie sich Holzrahmen- und Holzmassivbauweisen mit den verschiedensten Dämmstoffen, Beplankungen und Fassaden auf die Energieeffizienz und das Wohnklima von Gebäuden auswirken. „Der modulare Aufbau des Hauses ermöglicht bis zu 61 verschiedene Wandaufbauten“, sagt Thomas Lenzinger. „Alle Elemente können einfach und kostengünstig ausgetauscht werden.“ Durch die modulare Bauweise können Wissenschaftler die Wirkung der verwendeten Baumaterialien untersuchen und das Verhalten der einzelnen Bauteile zueinander erforschen.

Die Zukunft ist nachhaltig. 
„Umkehr am Bau ist möglich“, meint Thomas Lenzinger. „Die Zukunft gehört dem nachhaltigen, energieeffizienten und gesunden Bauen. Fortschritt in der Energieeffizienz ist ein direkter und wirksamer Beitrag zum Umweltschutz und hilft uns, die Lebensgrundlage künftiger Generationen zu bewahren.“

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte nachfolgendem Artikel bzw. Pressetext.
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