Holzfaserdämmung - Hausdämmung am Puls der Zeit

 

Je besser der thermische Zustand eines Gebäudes ist, desto weniger muss in laufende Energiekosten investiert werden. Bei der Wärmedämmung geht es nicht nur um die Einsparung von Heiz- bzw. Energiekosten, sondern auch darum, ein gutes Raumklima zu schaffen. Die Empfindung des Raumklimas wird durch drei Komponenten maßgeblich beeinflusst: die Raumtemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung. Bezüglich der Raumtemperatur gilt es darauf zu achten,  dass es nicht nur in erster Linie um den Wärmeschutz im Winter geht, sondern auch um den Hitzeschutz im Sommer – dem ebenso große Bedeutung zugemessen werden soll. 

 

Holzfaserdämmplatten im Rohformat
Holzfaserdämmplatten im Rohformat

 

Warum Holzfaserdämmung?


Für Holzfaserdämmstoffe spricht nicht nur, dass sie nachhaltig und umweltfreundlich sind – Dank nachwachsender Rohstoffe – sondern auch deren bauphysikalische Eigenschaften. Sie zeichnen sich durch eine niedrige Wärmeleitfähigkeit aus, haben ein hohes Raumgewicht und eine hohe spezifische Wärmekapazität. Diese positiven Eigenschaften wirken sich auf die damit gedämmten Bauteile wie folgt aus:

  • es ergeben sich hohe Wärmespeicherkapazitäten – somit werden große Mengen an Wärmeenergie vom den Dämmplatten aufgenommen und können gar nicht erst ins Innere des Hauses gelangen.

  • lange Phasenverschiebungen – mittels Holzfaserdämmung ist es möglich, dass die Wärmequelle tagsüber nicht die Innenseite des Bauteils erreicht. Die Wärmequelle wird so stark gedämpft, dass sie an der Innenseite kaum noch messbar ist.

  • höhere Wasserspeicherkapazität.

 

Wie werden Holzfaserdämmplatten hergestellt?


Als Ausgangsmaterial dienen in erster Linie Nadelhölzer (zB. Fichte oder Kiefer), welche eine höhere Faserqualität als Laubhölzer bieten. Im ersten Schritt wird das Holz durch ein thermisch-mechanisches Verfahren zu einem Faserbrei vermahlen. Dies ist der Grundstoff für die weitere Verarbeitung, welche in Form eines sogenannten Nass- bzw. Trockenverfahrens stattfindet. Beide Verfahren sind in ihrer Qualität ebenbürtig. 

Beim Nassverfahren wird der Faserbrei mit Wasser verrührt. Dieser Brei wird dann auf Formmaschinen geformt. Das Wasser wird dabei mechanisch größtenteils ausgepresst. Danach werden die Platten zugeschnitten und in einem Trockenkanal bei Temperaturen von bis zu 220 Grad Celsius getrocknet. Es kann auf Bindemittel verzichtet werden, da durch das Erhitzen und das anschließende Abkühlen die einzelnen Partikel gebunden werden. 

Beim Trockenverfahren wird der Faserbrei getrocknet und anschließend mit einer  Bindefaser (Harz) vermengt. Für flexiblere Faserplatten können zum Beispiel auch Fasern aus Maisstärke zugesetzt werden. Im Anschluss wird dieser Brei gepresst und unter Hitze getrocknet. Danach können die Platten geschnitten werden.

 

 

Innovative Wandsysteme in Kombination mit natürlichen Rohstoffen
Wandsystem in Kombination mit Holzfaserdämmung

 

Dämmung mit Holzfaser – besseres Raumklima – diffusionsoffen


Wenn man sich mit Häuserdämmung auseinandersetzt, kommt es öfters vor, dass man die Begriffe „Dampfbremse“ bzw. „diffusionsoffen“ liest.  Was es mit diesen Begriffen auf sich hat, wollen wir an dieser Stelle kurz erläutern. Man nennt Bauteile diffusionsoffen, bei denen im Innenraum keine Dampfsperren angebracht sind. Dampfsperren können zum Beispiel in Form von Kunststofffolien auftreten, welche dann keine Feuchtigkeit mehr durchlassen. Es ist daher wichtig, dass das verwendete Material so weit die Fähigkeit zur Austrocknung aufweist, dass es im Inneren zu keiner schädigenden Feuchtigkeitsbildung kommen kann. Dämmstoffe aus Holzfaser sind durch ihre diffusionsoffene Eigenschaft auch bestens dafür geeignet. Sie können bereits vorgedrungene Feuchtigkeit puffern und lassen diese durch ihre kapillare Struktur auch wieder schnell nach außen verdunsten. Zudem sind Holzfaserdämmplatten auch im feuchten Umfeld formstabil.

 

Holzfaserdämmung – Schallschutz und Brandschutz auf hohem Niveau

Neben den bereits vorgestellten Vorteilen als Wärme- und Hitzeschutz haben Holzfaserdämmplatten noch weitere positive Eigenschaften. Besonders zu erwähnen ist das Schallschutz-Verhalten. Ausschlaggebend für die ausgezeichnete schalldämmende Wirkung ist zum Einen das sehr hohe Raumgewicht, zum Anderen trägt auch die poröse Faserstruktur zur hohen schallabsorbierenden Wirkung von Holzfaserdämmstoffen bei. So bleiben störende Geräusche einfach draußen und man kann in Ruhe die Wohnatmosphäre genießen.

Auch wenn man es nicht gleich glauben mag, bietet diese Dämmvariante einen hochwertigen Brandschutz. Grund dafür ist ein physikalisches Faktum: wegen der hohen Wärmespeicherkapazität verzögert sich der Temperaturdurchgang erheblich. Zudem bildet sich eine ausgeprägte Verkohlungsschicht. Durch diese Schicht wird im Brandfall das Feuer gehemmt – dies ist verantwortlich für eine längere Beständigkeit des Volumens. Somit trägt die Holzfaserdämmung nachweislich zum Feuerwiderstand der Bauteile bei.

 

Leichte Verarbeitung – vielfältige Einsatzmöglichkeiten – Holzfaserdämmplatten als Multi-Talent

Dämmplatten aus Holzfaser zeichnen sich durch eine hohe Klemmwirkung aus und sind gleichzeitig formstabil. So lassen sich diese auch kopfüber leicht verarbeiten. Da der Dämmstoff eine hohe Flexibilität besitzt, können auch kleinere Unebenheiten mühelos ausgeglichen werden – für ein perfektes Resultat. Das Zuschneiden der Platten kann mit einem speziellem Messer, einer Stichsäge oder einem elektrischen Fuchsschwanz mit Wellenschliffmessern gemacht werden. Dabei kommt es Dank Holzfaser zu keinem Jucken oder Kratzen, da der Dämmstoff prinzipiell hautfreundlich ist.

Die Anwendungsgebiete von Holzfaserplatten sind vielfältig. So können Holzfaserdämmstoffe für die Innendämmung und für die Außendämmung, natürlich vor Bewitterung geschützt, verwendet werden. Darüber hinaus eignet sich der Dämmstoff auch für die Holzrahmen- und Holztafelbauweise oder kann für die Dämmung von Raumtrennwänden verwendet werden. Wichtig ist, dass die Platten vor direktem Wettereinfluss wie etwa Regen geschützt sind.

 

Wärmedämmung mit baubiologischem Anspruch – das passsivhaustaugliche Niedrigenergiehaus von GRIFFNER

Wie bereits beschrieben, lassen sich mit Holzfaserplatten viele Vorteile vereinen, welche in Summe auch zu einem besseren Raumklima und somit einfach zu mehr Wohnqualität führen. Besonders die klimaregulierende Wirkung macht das Dämmmaterial Holzfaser zu einem natürlichen Begleiter durch alle Jahreszeiten. Aber auch in Sachen Baubiologie hat der Dämmstoff aus der Natur die Nase vorne. Beim GRIFFNER Fertigteilhaus in Holzbauweise stammen alle verwendeten Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern aus Österreich. Zudem wird im Innenraum vollständig auf Lösungsmittel verzichtet, was einen schadstofffreien Innenraum garantiert.

 

Die Vorteile von Holzfaserdämmung auf einem Blick

  • flexibel und klemmfähig – leicht zu verarbeiten

  • leicht zu handhaben und hautfreundlich

  • sehr gute Dämmeigenschaften bei Kälte und Hitze (Winter und Sommer)

  • diffusionsoffen – für ein gutes Raumklima mit hoher Wohnqualität

  • Brand- und Schallschutz auf hohem Niveau

  • hohe Sorptionsfähigkeit und damit klimaregulierend

  • baubiologisch zu empfehlen

  • ökologisch unbedenklich und recyclingfähig



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